sindwirnichtalleeinbisschenbluna

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    • from ufme ganz farbige parkbänklii mitm pinke schlafsack undreme
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    freiheit?
    die zum fenster hereinfallenden, grellen sonnenstrahlen weckten mich. ich öffnete die augen. blinzelte ins gleissende licht. melodiöses summen... ich schlug meine schweren augenlieder auf und drehte meinen dröhnenden kopf zur seite. ein plötzliches stechen im herz. nichts neues für mich. ich ahtmete gepresst. joel der tagtäglich vor sich hinsummte (hin und wieder fange ich bruchteile eines meiner lieblingsstücke auf) ging beinahe hüpfend (im takt zur musik?) um mein bett herum. auch den zweiten Vorhang zog er ruckartig auf. frühmorgendliches, helles licht erfüllt das zimmer. gedankenversunken setzte ich mich auf und schlurfte barfuss die treppe hinunter. den kalten parkettboden spürte ich unter meiner heissen fusssohle. einige meiner mitbewohner, ja es waren wenige, denn nur wenige hatten das glück wie ich zu arbeiten, (ich schätzte es nicht.) waren wach. meinen leeren kopf hielt ich für minuten, ja vielleicht stunden unter das eiskalte wasser aus dem rostigen hahn. dieses gefühl, als würden meine hirnzellen einfrieren. ich wusch mein gesicht mit der gutriechenden (alle sagten das. ich rieche es nicht.) seife, die ich vor zwei jahren in einem packet von meiner mutter zu weihnachten zugeschickt bekommen hatte. (ich versuchte mich nie an die vergangenheit zu erinnern.) ich blickte auf. ein einziger blick in den spiegel reichte mir. der schmerz und diese seltsame leere war mir ins gesicht geschrieben. ich wendete mein gesicht ab. wassertropfen perlten an meiner unterlippe. - ich setzte meinen einen fuss auf die türschwelle der holzigen haustüre und atmete die kühle morgenluft ein. die eisige kälte schmerzte kaum in der kehle. in der nacht hatte es geregnet. meine augen fixierten sich auf einen punkt. den horizont. ich konnte die freiheit beinahe riechen. irgendjemand rief nach mir. ich stapfte durchs gras. barfuss. meine jeans durchnässt. da sass ich. auf dem geländer der mit graffiti besprühten brücke unsrer schmutzigen stadt. ein zugrattern. alles um mich herum verschwamm in meinen augen. tränen? ich breitete die armen aus. hier war sie, ja genau da, die freiheit. ich lächelte. ein dumpfer aufprall.


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