seifestinker

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    von mia für niemandn...


    Mein Traum zu leben

    Ich liege hier und träume.
    Um mich das grüne Gras.
    Der Wind kizelt meine Nase.
    Es kommt ein Schmetterlind angeflogen und lässt sich darauf nieder.
    Er flattert einmal, zweimal mit seinen Flügeln und zieht dann weiter.

    Über mir der blaue Himmel. Wolkenfrei.
    Die Sonne lacht mich an und kitzelt mit ihren Strahlen sanft meine Backen.
    In der Luft liegt ein feiner Duft.
    Ein Duft nach Blumen und Frühling.

    Plötzlich. Regen.
    Dunkle Wolken ziehen auf, es blizt und donnert.
    Ich öffne die Augen und alles ist wie vorher.

    Angst kommt wieder in mir hoch.

    Ich will zurück.
    Zurück in meinen Traum.
    Dorthin zurück wo es schön war.
    Mit dem Gefühl, frei zu sein.
    Frei von Angst und Trauer.

    Doch ich sitze hier.
    Allein.
    Es ist kalt und ich friere.
    Um mich herum ist nichts.
    Nur ich und die unendliche Leere.
    Ich habe Angst.

    Ein kalter Schauer durchfliesst mich.
    Hinter mir knackt es.
    Blilzschnell drehe ich mich um.
    Doch dort ist nichts.
    Nichts ausser der Dunkelheit.
    Ich habe Angst.

    Ich will weg.
    Weg, egal wohin.
    Einfach weg.
    So weit wie möglich.
    Irgendwo hin, wo ich keine Angst haben muss.
    An einen Ort, an dem es schön ist.
    Wo die Sonne scheint und die Vögel zwitschern.
    Wo Menschen lachen und Freude in ihren Augen haben.
    Nicht Angst.

    Ich will aufwachen.
    Aufwachen aus diesem bösen Traum.
    Doch es geht nicht.
    Man kann nicht aus seinem Leben aufwachen.
    Dann will ich leben.
    Ich will mein Leben leben.
    Ohne die tägliche Angst und Trauer.

    So leben wie die Menschen, die meinen Traum leben, und es gar nicht wahrhaben.
    Menschen, die sagen, die Welt sein wunderbar, weil sie keine Ahnung haben, wie es Anderen geht.
    Andern so wie mir, die Angst haben.

    Fla, 28.april 2006